Hauptmenü
icon_home.gif Home
page_white_text.gif Hypnose
page_white_text.gif Therapie
tree-T.gif Panikattacken
tree-T.gif Schmerz-Erkrankungen
tree-L.gif Psychol. Krebstherapie
page_white_text.gif Bausteine
tree-T.gif Metaphern
tree-T.gif Hypno Coaching
tree-L.gif Bilder
page_white_text.gif Studien
tree-T.gif Hypnotherapie d. Schizophr.
tree-T.gif Markenname & Suggestion
tree-L.gif Kunstschmerztherapie
page_white_text.gif Edition
page_white_text.gif Seminare
tree-T.gif Seminar-Beschreibungen
tree-T.gif Nachlesen
tree-L.gif Referenten
page_white_text.gif Links
icon_community.gif Kontakt

Beziehungsstörungen

Seite 1 von 10    1 | 2 | 3 | 4 | 5 .. » 10

(von Georg Milzner)

Wiederkehrende Aggression und Beziehungsstörungen:
Ein hypnotherapeutisches Behandlungsmodell


1. Wut als Steinschlag

Das vielleicht Beunruhigendste an Beziehungsstörungen wie an wiederkehrender Aggressivität ist, dass sie auf so Vieles, was wir anbieten mögen, nicht anspringen. Sie scheinen oft weder durch Liebe zu hemmen, durch Erziehung zu Stoppen, durch Erlebnisaktivierung zu erledigen, noch durch Aufklärung relativierbar zu sein. Und so will ich gerade die Verknüpfung dieser beiden Felder zum Anlass nehmen, um eine Methode vorzustellen, die vielleicht dauerhaft geeignet sein mag, hier neue Akzente zu setzen.

Beginnen wir mit der Aggression. Meist ist die Versorgung von Aggressiven Aufgabe von forensischer Psychiatrie oder von konfliktbezogener Sozialarbeit mit Jugendlichen, die bekanntlich alle Jahre wieder boomt, wenn sie nicht gerade weggekürzt wird. Mich selbst hat die Therapie und die Analyse Aggressiver ursprünglich nicht beschäftigt - bis dass in kurzer Zeitspanne mehrere Schläger mich konsultierten. Mein anfängliches Abwiegeln schlug schnell um den Eindruck, tätig werden zu sollen. Einerseits begann die Thematik mich zu interessieren (und aktivierte wie nebenbei alte Erinnerungen vom „Unten-Liegen“ nach einer Jungenschlägerei, den Größeren über mir, der draufdrosch, auf mich... aber dann auch jene anderen Erinnerungen, die meinen frühen Jähzorn wieder zugänglich machten, der einem meiner Mitschüler, der mich angegriffen hatte, zu einer Platzwunde verhalf). Anderseits erkannte ich auch, dass die Betroffenen, welche mich aufsuchten, tatsächlich durch alle Netze fielen, die die Gesellschaft für Problembelastete gespannt hat: für die Sozialarbeit waren sie zu alt und zu gutsituiert, für die forensische Psychiatrie nicht kriminell genug, für Kliniken zu störend, um bleiben zu dürfen, und für Polizei (an die sich tatsächlich einer der Klienten gewendet hatte) zu harmlos - sie erteilte dem Klienten den Bescheid, erst dann zuständig zu sein, wenn er sich etwas Handfestes habe zuschulden kommen lassen, aber nicht im Vorfeld.

Mit ambulanter Psychotherapie gab es wenig und - wenn überhaupt - schlechte Erfahrung. Teils hatten sich Kollegen sich als nicht zuständig erklärt, teils die Behandlung schnell abgebrochen, als sich erwies, dass es keine Möglichkeiten gab, die Schlagenden etwa durch Verträge am Schlagen zu verhindern. Darüber hinaus gibt es natürlich im wahrsten Sinne des Wortes Berührungsängste, die Therapeuten im Kontakt mit Aggressiven plagen. Möller (1994) drückt es gleichermaßen ironisch und verniedlichend aus, wenn sie schreibt: "Insbesondere ihre mangelnde Frustrationstoleranz und ihre Kontaktstörungen gelten und galten dabei als "technisches" Hindernis." (S.481)

Andererseits: Wie Peter Fiedler (2004) herausstreicht ist die Ressource des Therapeuten die eigene Persönlichkeit, und BehandlerInnen die die günstige Entwicklung einer Therapie als realistische Perspektive ansehen haben bessere Erfolge. Wenn also die mangelnde Frustrationstoleranz und die Schwierigkeit im Kontakt allzu sehr verbal festgeklopft werden, dann wird auch wenig möglich sein. Sprechen wir also besser nur von einem momentanen Stand der Dinge, bei dem es Schwierigkeiten geben mag, die aber nur dazu da sind, um hinter sich gelassen zu werden.

Seite 1 von 10    1 | 2 | 3 | 4 | 5 .. » 10

   
 

-:_1a949bd794570fe240560d19dc0c1cd9_:-FOOTMESSAGE}